Digitale Revolution

Digitale Revolution

Sie wird die Mittelschicht überall da treffen, wo starre und veraltete Strukturen herrschen.

Die digitale Revolution kommt nicht, sie ist schon da!

Gerald Hörhan hat in seinem Buch „Der stille Raub: Wie das Internet die Mittelschicht zerstört und was Gewinner der digitalen Revolution anders machen“ knallhart ausgesprochen, was wir unterschwellig doch längst wissen: nämlich dass die Wirtschaft, so wie wir sie bisher kennen, eine untergehende Welt ist. Und vermutlich geht es nicht nur ihm, sondern den meisten Unternehmern so, dass bis zu 90% des Umsatzes auf digitalen Wegen entstehen.

Und mal ehrlich, was tun wir selber denn, wenn wir etwas suchen? Einen Anwalt, den nächsten Pizzalieferdienst, Autowerkstatt, Notapotheke, Flug nach Mallorca,…? Wir googlen. Selbst unsere Herzinfarktsymptome geben wir zuerst bei onmeda.de ein, bevor wir den Krankenwagen rufen. Wir posten ein brennendes Haus zuerst bei Facebook und verlassen es dann – Willkommen in der Neuzeit!

Sinneswandel

Hörhan empfiehlt jegliche Ausbildung mit einer digitalen Komponente zu vereinen und jegliches Studium mit Informatik. Nicht ohne Grund. Unter den 25 bestbezahlten Berufen derzeit gehören über die Hälfte in den digitalen Bereich. Data Scientistst haben die einst so angehimmelten Investmentbanker abgelöst.

„Die beste Chance ist etwas zu lernen, bei dem die Nachfrage größer ist als das Angebot.“

Fragt man heute in Schulklassen unter den sogenannten Digital Natives (Menschen, die mit der Informationstechnologie aufgenwachsen sind) herum, was die Kinder später mal machen wollen, hört man oft: „Irgendwas mit Computer“. Und das ist gar nicht mal so unklug, wenn wir bedenken, dass es viele alte Berufsbilder schon gar nicht mehr gibt oder sie sich mit einer digitalen Komponente intus stark verändert haben. Nehmen wir nur den KFZ-Mechaniker. Früher ein grundsolider Beruf im Handwerk. Einmal gelernt und gut. Heute ohne Computerkenntnis nicht mehr auszuüben (Fehlersuche nur noch elektonisch, nicht mehr mit dem Schraubenschlüssel) und mit regelmäßigen Weiterbildungen verbunden, ohne die man den Job nicht ausführen kann und darf (Regularien). Oder die Drogisten. Mal abgesehen davon, dass es den Beruf heute nicht mehr gibt, diese Leute konnten einst Bilder entwickeln. Heute gehen wir mit USB Stick in Drogeriemärkte, weil da Computerterminals stehen, an denen wir unsere digitalisierten Fotos ausdrucken können.

Die Welt ändert sich. Rasant. Wir können quasi auf der Welle mitschwimmen oder untergehen.

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